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6 Tipps für eine gute Work-Life-Balance

Lange Überstunden, Nächte im Büro, Arbeiten am Wochenende – bei ArchitektInnen und LandschaftsarchitektInnen nichts Außergewöhnliches. Da die Work-Life-Balance zu halten ist eine Herausforderung. Alexandra Tishchenko fasst für Euch 6 Tipps für den Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf zusammen.
Veröffentlicht am 21.08.2020

Besonders in der Branche der Architektur und Landschaftsarchitektur scheint es ein großes Bedürfnis nach einem Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben zu geben. Work-Life-Balance ist hier das Stichwort. Denn nur in wenigen Berufsgruppen sitzen die MitarbeiterInnen so lange in ihren Büros und machen Pläne und Modelle fertig, wie in dieser. Googelt man, so erhält man eine viel Zahl an Tipps und Handreichungen zu einer Balance zwischen Berufs- und Privatleben. 

Study-Life-Balance?

Bereits während des Studiums sollten PlanerInnen ein gutes Gefühl für Zeitmanagement erlernen, welches auf die spätere Projektarbeit vorbereitet. Doch das ist gar nicht so einfach wie gedacht, gehört das Wort Nachtschicht doch zum Standardvokabular von Architekturstudierenden.  
Beim Übergang ins Berufsleben erscheint es daher auch ganz plausibel, dass eine Vielzahl an Überstunden im Vertrag mit einkalkuliert sind.

Oder ist es viel mehr Work-Life-Blending?

Und schließlich machen es Tablets und Smartphones möglich, dass wir jederzeit erreichbar sind. Wer Freelancer oder selbstständig ist, kennt den Unterschied zwischen Arbeit und Freizeit bereits nicht mehr. 
Somit können Freizeit und Arbeitszeit nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden, um in der Balance zu sein. Tatsache ist, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben immer mehr verschwimmen. 
Eine neue Einstellung ist nötig, um das Berufsleben ausbalanciert zu gestalten. 
Das Privatleben ist schließlich längst im Büro angekommen: Wie oft lesen wir private Nachrichten während der Arbeit oder schreiben Einkaufslisten? Im Gegenzug dafür werden – der Cloud sei Dank – Präsentationen am Samstagabend noch korrigiert oder Korrespondenzen auch beim Sonntagsbrunch beantwortet.

6 Tipps für die Work-Life-Balance

Es sind die kleinen Dinge, die man für sich selbst entdeckt, die die eigene Produktivität steigern und die Balance aufrechterhalten. 
Die Schuldgefühle ablegen, wenn man früher in den Feierabend startet, weil die Arbeit für den Tag bereits erledigt ist, wäre das Erste. 

Und für den Feierabend bedeutet eine gute Work-Life-Balance ein abwechslungsreiches und inspirierendes Programm. 
Hier sind unsere Tipps für einen entspannten Feierabend:

  • mehr Spazieren gehen
    Dafür eignet sich der Heimweg am besten. Wieso nicht nach Hause laufen oder zumindest ein paar Stationen zur Straßenbahnhaltestelle gehen? So kommt man Zuhause entspannt an und hat den Kopf frei, um ohne Arbeitsstress in den Abend zu starten. Wichtig dabei: Handy aus und keine Whatsapp Nachrichten der Projektgruppe beantworten. Denn der Spaziergang gehört Dir!
     
  • Sport
    Sich bewusst die Zeit für sportliche Aktivitäten einzuräumen, entspannt nach oder vor dem Arbeitstag und gibt ein Ziel in der eigenen Freizeitgestaltung.
    Anstatt gemütlich nach Hause zu spazieren, kann man stattdessen auch joggen oder mit dem Fahrrad fahren. Ein Fitnessstudio auf dem Heimweg oder ein Sportkurs direkt im Anschluss an den Feierabend hilft, den inneren Faulpelz zu überwinden, und nicht in Versuchung zu kommen, auf der Couch zu bleiben.
     
  • Jour Fixe mal anders
    Die Jour fixe auf der Baustelle oder im Büro gehören zum Arbeitsalltag dazu. Ebenso können Jour fixe unter Freunden als ein fester Termin im Kalender eingetragen sein, auf die man sich freut.
     
  • Streamen
    Vielen Streaming-Anbieter haben mittlerweile eine sehr ausgeprägte Mediathek mit Filmen über Kunst, Design und Architektur. Außerdem bieten immer mehr Plattformen Online-Lectures und Diskussionen in diesen Bereichen. Architects not Architecture hat zum Beispiel die Vorträge der letzten Jahre online gestellt, in denen Architektinnen und Architekten nicht über Architektur sprechen, sondern über ihr Leben und über sich.
     
  • Podcasts 
    Podcast gibt es zu jedem erdenklichen Thema. Sie informieren über Neuigkeiten, bringen auf frische Gedanken und stellen Themen vor, die einen interessieren. Es ist ein schöner Übergang von Arbeit in den freien Abend. 
    Wie wäre es mit: Herrengedeck, Gemischtes Hack, Fest&Flauschig oder Podkinski? Oder auch The Sooner Now, Last Seen, der Tagesschau Zukunftspodcast oder der Podcast von unseren Kolleginnen bei NXT A?
     
  • Kreativ werden
    Einem persönlichen Hobby nachgehen hilft Inspiration zu tanken. Denn aus kreativen Gedanken entstehen zumeist noch mehr kreative Ideen. Eine To-do Liste „Was ich schon immer mal ausprobieren wollte“ sorgt fortlaufend für neue Möglichkeiten und hilft bei der Auswahl. 
    • Siebdrucken
    • Porzellan bemalen
    • Töpfern
    • Kollagen erstellen 
    • sich an Illustrationen versuchen
    • einen Text oder einen Blogbeitrag schreiben
    • Fotografieren

Letztendlich geht es nicht darum genauso viel Freizeit zu haben, wie die Zeit, die man am Arbeiten verbringt. Sondern darum, wie intensiv und effektiv die eigenen 24 Stunden genutzt werden, beim Arbeiten oder im Feierabend.

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